Am Ende ging alles ganz schnell – Mein Geburtsbericht

Als ich letzte Woche Mittwoch noch unterwegs war, um ein paar Sachen einzukaufen, habe ich zum ersten Mal in meinem Leben einen Storch gesehen.

Ganz zufällig, im Vorbeifahren.

Ich hab das als gutes Zeichen für die anstehende Geburt gewertet.

Und ich sollte Recht behalten!

♥ ♥ ♥

Am Donnerstag konnten der Mann und ich die Prinzessin noch wecken, uns von ihr verabschieden und sie an die Oma übergeben – dann mussten wir auch schon los. Um halb 8 sollte ich im Krankenhaus sein.

Zunächst mal ging es direkt zum Kreißsaal. Dort wurden CTG und Ultraschall gemacht und ich wurde von der diensthabenden Gynäkologin untersucht.

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Dann habe ich das Gel zur Einleitung bekommen und musste eine halbe Stunde liegen. In der Zeit wurde nochmal ein CTG geschrieben.

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Tja, und dann hatte ich quasi „Freigang“. Der Mann und ich sind erstmal einen Kaffee trinken gegangen und waren ein bisschen Spazieren. Etwa alle zwei Stunden musste ich mich wieder im Kreißsaal melden zum CTG.

Ich hatte den ganzen Tag über immer mal wieder Wehen, aber relativ unregelmäßig und auch noch nicht besonders schmerzhaft. Nachmittags habe ich nochmal das Gel bekommen, aber die Wehen blieben weiterhin unregelmäßig und gut auszuhalten.

Irgendwann konnten wir unser Familienzimmer beziehen. Wir haben dann erstmal ganz in Ruhe unsere Taschen ausgepackt und uns dort eingerichtet.

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Bis zum Abend veränderte sich nichts. Alle zwei Stunden zum CTG, jedesmal leichte Wehentätigkeit. Zwischendurch haben der Mann und ich Netflix geguckt und ich habe gelesen. Alles sehr entspannt.

Abends um halb 9 habe ich dann noch kurz mit meiner Mutter telefoniert, um zu fragen, ob zu Hause alles in Ordnung ist.
Und da ging es dann plötzlich los.

Von jetzt auf gleich hatte ich auf einmal richtige Wehen – im Abstand von 1-2 Minuten.

Wir sind dann gleich zum Kreißsaal und es stellte sich heraus, dass mein Muttermund schon etwa 3 cm geöffnet war.

Die Wehen kamen weiterhin sehr schnell hintereinander und waren sehr heftig – schlimmer als bei meiner ersten Geburt. Ich bekam eine PDA, die allerdings nur bedingt geholfen hat. Irgendwie war zwar alles betäubt, aber die Wehen blieben gleich von der Schmerzintensität her.

Zum Glück ging jetzt alles sehr schnell: Innerhalb von einer dreiviertelstunde öffnete sich der Muttermund um weitere 3 cm, eine halbe Stunde später war er ganz geöffnet.

Und um 7 Minuten vor Mitternacht war die Mini-Prinzessin dann endlich bei uns ♥

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So schnell hatte dann doch niemand damit gerechnet, vor allem, weil ja auch einige Tage vor Termin eingeleitet wurde.

Ihr Geburtsgewicht war ein wenig niedriger als vorher geschätzt, aber sie war fit und munter und hat auch direkt gut getrunken.

Auch alle weiteren Untersuchungen sind soweit positiv ausgefallen und so wie es bis jetzt aussieht hat meine Chemo keine negativen Auswirkungen auf die Maus gehabt – wir sind wirklich sehr erleichtert und froh, dass es ihr so gut geht!

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Am Sonntag konnten wir schon wieder nach Hause gehen und genießen seitdem die Kennenlernzeit sehr. Aus Erfahrung weiß ich, dass diese Zeit viel zu schnell vorbeigeht, also wird jetzt gekuschelt, was das Zeug hält!

3 thoughts on “Am Ende ging alles ganz schnell – Mein Geburtsbericht”

  1. Das klingt sehr nach der Geburt, die ich vor 9 Monaten erlebte! Bei mir wurde am 10. Tag nach ET eingeleitet, ebenfalls mit Gel. Nach der Dosis am Morgen tat sich nicht viel, nach der Dosis am Nachmittag hat es dann gerappelt in der Kiste. Ich habe nichtmal mehr eine PDA bekommen. Meine Tochter war dann um 22 Uhr am Tag der Einleitung da. Es war schon ziemlich heftig – so hört es sich bei dir auch an – ich bin aber auch froh dass es sich nicht mehrere Tage lang hingezogen hat.

    Auf jeden Fall ist es schön zu lesen dass eure Tochter fit ist. Ich wünsche dir weiterhin viel Energie und Kraft!

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