Wenn man denkt, es geht nicht mehr schlimmer… steht der Keller unter Wasser.

Gestern war nicht mein Tag.

Es fing eigentlich schon morgens an. Der Mann und ich sind zum Aldi gefahren, weil es dort ein Planschbecken und eine Strandmuschel im Angebot gab.

Der Mann fühlte sich schon seitdem er aufgestanden war nicht gut und unterwegs ging es ihm immer schlechter. Also haben wir uns beeilt und sind schnell wieder nach Hause gefahren. Mit im Gepäck ein sehr unzufriedenes Baby, das den ganzen Rückweg über wie am Spieß gebrüllt hat – Autofahren findet sie wohl weniger gut.

Der Mann hat sich dann ins Bett verkrümelt. Ich musste noch zum Frauenarzt, wo ich meinen Nachsorgetermin hatte. Da durfte ich dann trotz Termin fast eine Stunde warten.

Aber der richtig ätzende Teil des Tages sollte erst noch kommen.

Am frühen Abend, so gegen 18 Uhr, wollte meine Mutter etwas aus dem Keller holen. Sie kam direkt wieder hoch und meinte dort sei etwas nass. Ich dachte zuerst an den alten Kühlschrank, der dort steht und mit dessen Ableben ich schon seit geraumer Zeit rechne.

Der Mann war auch kurzzeitig aus dem Bett gekrochen und ging nun mit mir nach unten – und stand plötzlich knöcheltief im Wasser.

Nach einem schnellen Gang durch den Keller war klar, dass wir ein Problem hatten. ALLES stand unter Wasser: Der Abstellraum, der Flur, der große Vorraum, das Schlafzimmer meiner Mutter und der Hobbykeller (Fun Fact: Der Hobbykeller steht komplett voll mit Kisten und anderem Gedöhns. Beziehungsweise jetzt halt mit nassem Müll.).

Nach einem kurzen Anflug vollkommener Überforderung parkten der Mann und ich die Kinder bei der Oma und fuhren zum Baumarkt, um eine Pumpe zu besorgen.

Nachdem wir über den Parkplatz geschwommen waren – dort stand das Wasser auch ziemlich hoch – ergatterten wir tatsächlich eine der letzten Pumpen. Scheinbar waren wir nicht die Einzigen mit überflutetem Keller…

Als wir wieder in unsere Straße einbogen, konnten wir sehen, dass wir noch Glück im Unglück hatten – die Nachbarn ein paar Häuser weiter standen hüfttief im Wasser! Aber immerhin bekamen die ihren Keller von der Feuerwehr leergepumpt.

Den Rest des Abends haben wir dann mit der Pumpe und später dem Wischmopp im Keller verbracht. Jetzt ist der Großteil des Wassers raus, aber natürlich ist trotzdem noch alles feucht und der ganze Kram, der im Wasser stand muss getrocknet bzw. entsorgt werden.

Während ich jetzt also bei der Chemo sitze (tolles Timing!), räumt der Mann (der im Übrigen nach wie vor krank ist und eigentlich ins Bett gehört) zu Hause schonmal den Keller aus. Später kommen dann die Schwiegereltern mit einem Anhänger, um alles was nicht mehr zu retten ist zur Müllkippe zu bringen.

Ich hoffe bloß, dass Waschmaschine und Trockner (die natürlich auch im Keller stehen) noch funktionieren.

Dieses Jahr lassen wir aber auch wirklich nichts aus.

Ich hoffe, ihr habt das Unwetter besser überstanden!

2 thoughts on “Wenn man denkt, es geht nicht mehr schlimmer… steht der Keller unter Wasser.”

  1. Oh neeein… scheiße! Ich schicke Euch mal einen Hauch Glück rüber und hoffe für Euch, dass es dabei bleibt dieses Jahr. Mehr muss ja nu echt nicht sein!!! Wir hatte Glück. Aber bei einem Freund hat mein Mann heute noch den Keller geräumt, der hatte auch alles voll…
    Liebe Grüße, Sandy

  2. Also ich habe mich im Baumarkt und bei Amazon mal schlau gemacht. Für Hochwasser im Keller sind Schmutzwassertauchpumpen ideal, allerdings ist die Auswahl da wirklich sehr begrenzt, da nur nur ganz wenige Modelle bis auf 3 oder 5 mm absaugen.

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