Die Sache mit dem Stuhlgang. Oder: „Mama, mein Kackapuh tut weh!“

Eigentlich sollte es an dieser Stelle unseren Urlaubsbericht geben. Stattdessen geht es um – Stuhlgang. Ja, richtig gelesen! Denn in den letzten Tagen (und eigentlich auch schon im Urlaub) ging es hier um wenig anderes als dieses leidige Thema. Die Prinzessin hatte nämlich Verstopfung.

„Mama, mein Kackapuh tut weh!“

Ich weiß gar nicht wie oft ich diesen Satz in den letzten zwei Wochen gehört habe. Es fing schon am Tag vor unserem Abflug nach Mallorca an. Die Prinzessin musste aufs Klo, aber konnte nicht. Und so zog es sich dann durch den gesamten Urlaub. Nach ein paar Tagen war ich so verzweifelt, dass ich in der spanischen Apotheke nach Zäpfchen verlangt habe (nachdem ich in einer Mischung aus Deutsch und Englisch versucht habe, zu erklären, was das Kind hat).

Das Zäpfchen zu verabreichen war dann eine abendfüllende Aktivität; das fand sie nämlich gar nicht toll (verständlicherweise!). Und tatsächlich war die Aktion von Erfolg gekrönt! Nur leider ging das gleiche Spiel nach drei Tagen wieder von vorne los. Denn jetzt hatte sie Angst davor, aufs Klo zu gehen, weil es wieder weh tun könnte. Also hat sie eingehalten und der Teufelskreis war da.

Am Montag sind wir dann gleich morgens zum Kinderarzt gefahren, der im Ultraschall jede Menge… nun ja, ihr wisst schon was gefunden hat. So viel, dass er uns direkt in die Kinderklinik geschickt hat.

Also habe ich die Mini-Prinzessin bei der Oma zu Hause gelassen und bin mit der Großen ins Krankenhaus gefahren. Dort hat das Kind (das übrigens seit der letzten Impfung panische Angst vor Nadeln hat) erstmal einen Zugang bekommen – seitdem höre ich nicht mehr so gut, denn sie hat mir dabei 10 Minuten lang ins Ohr gebrüllt.

Gekünsteltes (aber stolzes!) Lächeln, nachdem der Zugang endlich drin ist

Am Montag ist ansonsten nicht viel passiert. Dienstag morgen hat sie dann einen Einlauf unter Sedierung bekommen, damit sie davon nicht viel mitbekommt und sich vor allem hinterher nicht dran erinnert – das Kind sollte ja nicht noch mehr traumatisiert werden.

Was dann passiert ist werde ich jetzt mal nicht so detailliert beschreiben. Auf jeden Fall ging es ihr gegen Mittag schon viel besser!

Das schicke Klappbett rechts ist meins…

Trotzdem mussten wir noch einen Tag länger bleiben, weil sie am nächsten Tag nochmal einen Einlauf bekommen sollte, damit wirklich erstmal alles frei ist. Zum Glück war die Kinderstation der Klinik wirklich schön und ich konnte die kleine Maus gut beschäftigen. Es gab ein tolles Spielzimmer dort mit vielen Büchern, Spielen und Puzzles, einen Spielplatz direkt vor der Tür und ausnahmslos alle Ärzte und Schwestern waren sehr, sehr lieb.

Das Spielzimmer

 

Spielplatz direkt vor der Tür

 

Meine Rettung: Lauras Stern auf dem Tablet

 

Auch unsere Zimmernachbarn (eine Mama mit ihrem 2-jährigen Sohn) waren sehr nett. Ich durfte (in einem einigermaßen bequemen) Klappbett neben dem Bett der Prinzessin schlafen.

Dennoch bin ich froh, dass wir jetzt wieder zu Hause sind… Morgen geht es dann nochmal zu unserem Kinderarzt, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Ab jetzt soll sie nämlich erstmal regelmäßig Movicol (so ein Pulver zum Abführen) bekommen, damit es so schlimm wie es jetzt war nicht mehr wird…

Wir hoffen aufs Beste (und vor allem hoffe ich, das Wort Kacka nun nicht mehr ganz so oft zu hören…) und der Urlaubsbericht kommt dann nächste Woche, wenn ich endlich dazu gekommen bin, die Bilder auf den Laptop zu ziehen!

Und hey: Immerhin bin ich so dazu gekommen, mein Buch fertig zu lesen!

3 thoughts on “Die Sache mit dem Stuhlgang. Oder: „Mama, mein Kackapuh tut weh!“”

  1. So ne scheiße…im wahrsten Sinne des Wortes…..hoffentlich durchbrecht ihr jetzt den Teufelskreis

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