Mallorca 2017 – Unser erster Urlaub mit zwei Kindern

Jetzt ist unser Urlaub schon gute zwei Wochen her und der Alltag hat uns längst wieder fest im Griff. Trotzdem möchte ich noch einen kleinen Urlaubsbericht für euch schreiben, denn dieses Jahr sind wir zum ersten Mal mit beiden Kindern im Urlaub gewesen.

 

Fliegen mit Kindern

Als wir das letzte Mal geflogen sind, war die Prinzessin gerade 1 1/2 Jahre alt. Damals hat sie den 4-stündigen Flug in die Türkei super weggesteckt und auch diesmal gab es mit ihr überhaupt keine Probleme. Die meiste Zeit hat sie sowohl auf dem Hin- wie auch auf dem Rückflug geschlafen und ließ sich auch als sie wach war wunderbar beschäftigen.

Anders sah es diesmal mit der Mini-Prinzessin aus. Sie fand das Fliegen zunächst mal ganz furchtbar – auf dem Hinflug hat sie die erste Viertelstunde durchgebrüllt und ließ sich kaum beruhigen. Danach wurde es dann zwar besser, aber so richtig entspannt war sie nicht.

Obwohl sie unter 2 ist haben wir (wie auch schon damals bei ihrer Schwester) einen eigenen Sitzplatz für sie gebucht und den Cares Sicherheitsgurt (Affiliate-Link) benutzt. Warum ich das für absolut notwendig halte, hatte ich hier schonmal erklärt.

Auf dem Rückflug war sie dann aber zumindest phasenweise etwas ruhiger und fand es auch schon mal toll, aus dem Fenster zu gucken.

Grundsätzlich sind solche Reise-Tage ja immer wahnsinnig lang und ziemlich anstrengend. Wir sind mittags geflogen, also konnten wir zur normalen Zeit aufstehen, was ich mit Kindern immer besser finde als wenn der Wecker mitten in der Nacht klingelt.

Am anstrengendsten fand ich tatsächlich den Weg bis zum Flughafen – mit Bus und Bahn, 2 Kindern und 5 Koffern. Als das Gepäck dann aufgegeben war und wir durch alle Sicherheitskontrollen durch waren, wurde es dann wieder entspannter. Das Warten am Flughafen fand ich dann halb so schlimm. Zum einen hatten wir letztendlich gar nicht so viel reine Wartezeit und zum anderen gibt es am Kölner Flughafen einen kleinen Spielplatz mit einem Flugzeug drauf, was zumindest die Prinzessin gut beschäftigt hat.

Fun Fact: Normalerweise habe ich ja fürchterliche Flugangst – die war diesmal aber komischerweise wie weggeblasen. Wenn man sich um zwei Kleinkinder kümmern muss, hat man wohl auch keine Zeit zum Angst haben. Viel schlimmer fand ich ehrlich gesagt die fast 2-stündige Fahrt mit dem Bus vom Flughafen bis zum Hotel.

 

Das Hotel

Unser Hotel war Teil eines Resorts und ein TUI best family Hotel, das heißt dort gibt es spezielle Kinderanimation und das Hotel ist generell sehr auf Familien mit (kleinen) Kindern ausgerichtet.

Ich sag es mal gleich vorweg: Nochmal würde ich dieses Hotel nicht buchen. Es war zwar in vielerlei Hinsicht schön und es gab keine absoluten no-gos, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis war meiner Ansicht nach eher schlecht und es gibt definitiv bessere Hotels in dieser Kategorie.

Wir waren im Protur Safari Park Aparthotel in Sa Coma. Die Zimmer waren wirklich sehr schön. Wir hatten ein Familienzimmer mit Wohn- und Schlafraum und noch ein Doppelzimmer, das über eine Verbindungstür zu erreichen war (mein Bruder war auch mit dabei). Alle Zimmer waren nett eingerichtet, sauber und es gab sogar eine kleine Küchen-Ecke mit Kühlschrank, Mikrowelle, Wasserkocher und etwas Geschirr. Im Familienzimmer hatten wir ein Bad mit Wanne, im Doppelzimmer eine große Dusche.

Die einzige Kritik, die ich bezüglich der Zimmer hatte, war die Reinigung während unserem Aufenthalt. Grundsätzlich gibt es in diesem Hotel nur an 5 Tagen in der Woche eine Zimmerreinigung, was ich okay finde. Bloß die Art der „Reinigung“ fand ich dann doch etwas zweifelhaft und ich habe bei sowas eher geringe Erwartungen.

Als Familie mit zwei kleinen Kindern war unser Zimmer immer ein bisschen chaotisch, deshalb habe ich auch erwartet, dass um unseren Kram herumgeputzt wird – leider wurde aber so ziemlich gar nicht (sichtbar) geputzt. Das benutzte Geschirr (Gläser und Kaffeetassen) mussten wir selber spülen, im Badezimmer-Waschbecken.

Obwohl wir gleich am ersten Tag Trinkgeld fürs Reinigungspersonal dagelassen haben (und nicht wenig!) wurde das Bett kein einziges Mal vernünftig gemacht. Die Tagesdecke lag nach der Zimmerreinigung nie auf dem Bett, sondern immer irgendwo anders und nach einigen Tagen dann auf unserer Kleidung, die auf einer Bank lag.
Selbst nach zweimaligem Hinweis an der Rezeption hat sich nichts geändert und das empfinde ich schon als ziemlich miesen Service. Witzigerweise war das Zimmer meines Bruders immer perfekt gemacht (inklusive Bett mit Tagesdecke!).

Die Anlage fand ich sehr schön. Neben mehreren Pools (immer auch mit kleinem Kinderpool in der Nähe) gab es auch einige kleine Teiche mit Fischen und Enten und einen Wasserfall. Die Fische konnte man mit Futter aus Automaten füttern, was immer ein Highlight für die Kinder war.

Neben dem Hotel gab es einen Kinderspielplatz mit kleinem Wasserpark, den man kostenlos besuchen konnte. Da fand ich nur blöd, dass es am Kinderpool keine Liegen gab, sondern nur ein paar Holzbänke… deshalb waren wir da selten.

Auf dem Hotelgelände gab es auch einen richtig schönen Minigolfplatz. Das haben wir allerdings nicht gemacht, weil die Kinder dafür noch ein bisschen zu klein waren.

Auch in der Nähe war ein Streichelzoo, den die Prinzessin ziemlich toll fand.

Die Kinderanimation haben wir ehrlich gesagt kaum genutzt. Die Prinzessin war dank Verstopfung eh nicht ganz so toll drauf die meiste Zeit, deshalb haben wir es uns gespart, sie im Mini-Club abzugeben. Toll fand sie allerdings die Kinderdisco, die jeden Abend stattgefunden hat. Allerdings fand ich die ganz gräßlich – fürchterliche, ohrwurmverursachende Kinderlieder und die grandiose Aufgabe, sein Kind inmitten von gefühlt 4 Millionen anderen Kindern und deren Eltern nicht aus den Augen zu verlieren – nicht so ganz meins. Aber ihr hat es Spaß gemacht, das ist die Hauptsache.

 

Entspannter Urlaub mit zwei Kindern?

Nachdem unser erster Strandurlaub mit Kind alles andere als erholsam war, wollten wir diesmal alles anders machen. Der Plan war: Alles locker nehmen. Das Kind isst nur Nutellabrote und Pommes? Alles klar! Das Kind will dreimal am Tag ein Eis? Soll es haben!

Mit der Mini-Prinzessin gab es in der Hinsicht auch kaum Probleme. Sie hat erwartungsgemäß fast alles gegessen, was wir ihr angeboten haben. Mit der Großen war es schon schwieriger: Wenn ein grundsätzlich schon mäkeliger Esser auch noch dauernd Bauchschmerzen hat, kann man sich glaub ich vorstellen, wie das abgelaufen ist…

Abgesehen davon haben wir die Kinder öfter mal aufgeteilt oder einer hat beide bespaßt, damit der andere ein bisschen entspannen konnte. Gut geklappt hat es auch über die Mittagszeit mit beiden Kindern ins Zimmer zu gehen. Dort haben sie dann Mittagsschlaf gemacht und einer von uns konnte sich in der Zeit an den Pool legen.

Ich glaube, es ist aber auch einfach eine Sache der Einstellung wie entspannt oder unentspannt ein Familienurlaub letztendlich ist. Für mich war der Urlaub beispielsweise wesentlich entspannter als für den Mann – ich war ja schon froh, dass ich weder kochen noch großartig aufräumen musste!

 

Seid ihr dieses Jahr schon im Urlaub gewesen? Kann ein Familienurlaub mit kleinen Kindern wirklich entspannend sein, was meint ihr?

 

 

One thought on “Mallorca 2017 – Unser erster Urlaub mit zwei Kindern”

  1. Ach, das ist ja witzig… ich bin auch gerade dabei, unseren Urlaub aufzuschreiben. 😊
    Es ist ja immer so schnell wieder „so weit weg“. 😭
    5 Koffer???? 😱😱😱
    Wie lange wart ihr denn da?
    Ich dachte schon, ich würde viel mitschleppen. 😂

    Das Hotel sieht aber ganz cool aus, schade, dass es doch nicht so ganz „perfekt“ war.
    Wie hat dass denn mit dem Essen geklappt?
    Hattet ihr Verpflegung, also seit ihr mit den Kindern im Hotel essen gegangen?
    Liebe Grüße 🤗

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