Projekt Zuckerfrei

Projekt Zuckerfrei

Dass zuviel Zucker nicht gut ist wissen die meisten. Aber wusstet ihr, dass Zucker ganz allgemein überhaupt nicht gut ist? Mir war das bisher nicht wirklich bewusst. Ich dachte immer, zumindest Fruchtzucker sei schon okay, vielleicht sogar gesund – es wird ja schließlich überall empfohlen, viel Obst zu essen!

Tatsächlich ist aber gerade Fructose schlecht für uns, vor allem in den großen Mengen, in denen wir sie heutzutage zu uns nehmen.

Aber erstmal ganz von vorne: Ich spiele schon seit einer ganzen Weile mit dem Gedanken, meine Ernährung umzustellen, weil ich mich bisher in so ziemlich jeder Hinsicht relativ ungesund ernährt habe. Jetzt, nach meiner Krebserkrankung, wurde ich von Seiten der Ärzte auch nochmal darauf hingewiesen, wie wichtig Sport und eine gute Ernährung sind, auch um einer erneuten Erkrrankung bestmöglich vorzubeugen.

Deshalb habe ich die Gelegenheit mal genutzt und mich in den letzten Wochen ein wenig schlau gemacht. Zuckerfrei zu leben liegt ja gerade so ein bisschen im Trend, also habe ich mir dazu einfach mal etwas angeschaut.

Zunächst habe ich das Buch Voll verzuckert – That Sugar Book: Wie uns die Lebensmittelindustrie dick macht und für dumm verkauft. Wege aus der Zuckerfalle von Damon Gameau gelesen.
Es geht darum, dass der Autor ein Experiment macht: Er ernährt sich 60 Tage lang ausschließlich von vermeintlich gesunden Lebensmitteln, wie Fruchtsäften und Müsliriegeln und nimmt damit täglich 40 Teelöffel Zucker zu sich (das ist der durchschnittliche Zuckerkonsum eines Australiers) und schaut was mit seinem Körper passiert.
Ich will euch nur soviel verraten: Es passiert einiges!

Am Ende des Buches findet man noch viele zuckerfreie Rezepte und Tipps, wie man den Zucker aus seinem Leben verbannen kann.

Es gibt auch einen Film zum Buch, den ich auch sehr empfehlen kann: Voll verzuckert – That Sugar Film.

Danach habe ich noch Sarah Wilsons Goodbye Zucker gelesen. Auch hier gibt es viele interessante Infos sowie einen 8-Wochen-Plan, um langsam vom Zucker weg zu kommen. Außerdem findet man auch hier viele Rezepte, die mir allerdings durchweg nicht so gut gefallen. Aber das ist sicher geschmackssache!

Jedenfalls haben mir diese Bücher die Augen geöffnet und mich sehr motiviert, diesen Schritt zu gehen. Zu meiner Freude (und Überraschung!) war auch der Mann sofort mit Begeisterung dabei und so haben wir unseren eigenen Plan erstellt, um unsere Ernährung umzustellen und in Zukunft größtenteils auf Zucker zu verzichten.

 

Der 4-Wochen-Plan

1. Woche

In der ersten Woche (also ab heute) verzichten wir auf zuckerhaltige Getränke. Dazu zählen natürlich jegliche Softdrinks, aber auch Fruchtsaft. Der hat nämlich zum Teil genauso viel Zucker wie Cola!
Außerdem gibt es keinen Zucker an sich – weder beim Kochen/Backen, noch im Kaffee.
Und Süßigkeiten gibt es logischerweise auch keine mehr.

2. Woche

In der zweiten Woche verzichten wir zusätzlich auf alle Lebensmittel, bei denen Zucker in irgendeiner Form in der Zutatenliste steht. Das wird dann schon schwieriger, weil tatsächlich fast in allen industriell hergestellten Lebensmitteln Zucker zu finden ist: Müsli, Brot, Aufstriche… für all das müssen wir eine zuckerfreie Alternative finden.

3. Woche

In der dritten Woche versuchen wir zudem größtenteils auf Weizenmehl zu verzichten. Wir schwenken bei Nudeln und Reis auf die Vollkornvariante um.

4. Woche

In der letzten Woche des Experiments werden wir zusätzlich noch komplett auf Alkohol verzichten und stark Fructose-haltiges Obst weg lassen.

 

Ich bin sehr gespannt, wie es uns damit in den nächsten Wochen gehen wird – und ob wir es tatsächlich schaffen, durchzuhalten.

Ich werde euch zwischendurch von unserem Fortschritt berichten und sicherlich auch einige Rezepte mit euch teilen, die uns gut gefallen haben!

 

Habt ihr schonmal versucht, euch ganz ohne Zucker zu ernähren? Oder habt ihr vielleicht sogar Lust mitzumachen?

3 thoughts on “Projekt Zuckerfrei”

  1. Zuckerfrei. Zumindest so gut wie. Ist ein dauerten . Gerade für mich. Da ich seit 3 Jahren Diabetes Typ 2 habe. Und darauf achten muss.
    Der Anfang ist vielleicht nicht einfach. Aber man gewöhnt sich daran. Und es geht mir gut damit.
    Liebe grüße

  2. Oh wie toll, was für ein guter und gesunder Entschluss.

    Ich wünsche Euch gutes Gelingen. Ich bin seit 2 Jahren „dabei“ … und mir geht es soviel besser gesundheitlich. Besonders, seit dem ich nicht mehr die Mengen Obst esse. Wahnsinn, ich dachte immer grad Obst ist so wichtig. Aber über Fructose habe ich dann auch sehr viel gelesen.

  3. Ich kann’s nur empfehlen, mir geht es ohne Zucker viel besser. Ich esse allerdings noch kleinere Mengen Obst, meist Beeren und Bananen (muss glaube ich bei den meisten Menschen nicht sein, sie sind aber gut für die Laune). Ich wünsche Euch gutes Gelingen.

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